Drei Jahre Fridays for Future

Heute vor exakt drei Jahren ver­weigerte die damals 15-jährige Kli­maschutza­k­tivistin Gre­ta Thun­berg den Unter­richts­be­such. Sie saß anschließend, zunächst für einen Zeitraum von drei Wochen, täglich während der Unter­richt­szeit vor dem schwedis­chen Reich­stags­ge­bäude in Stock­holm und zeigte ein Schild mit der Auf­schrift „Skol­stre­jk för kli­matet“ (deutsch Schul­streik fürs Kli­ma). Die taz berichtete bere­its sieben Tage später über Thun­bergs Schulstreik.

Bere­its seit Jahren beschäftigt mich das The­ma Kli­maschutz selb­st sehr, weil ich finde, dass die Poli­tik dies­bezüglich jahre­lang zu wenig getan hat. Daher sym­pa­thisiere ich auch schon seit deren Anfän­gen mit der Fri­days for Future-Bewe­gung und war selb­st auch schon bei mehreren Demos mit dabei.

Was ist Fridays for Future überhaupt?

Das Paris­er Abkom­men ist die verbindliche Grund­lage für effek­tive Kli­maschutz­maß­nah­men, die auf inter­na­tionaler Zusam­me­nar­beit basiert. Der aktuelle klimapoli­tis­che Kurs in Deutsch­land ist mit diesem Abkom­men unvere­in­bar und muss durch ein auf dem 1,5 °C‑Ziel beruhen­des Kli­maschutzge­setz sowie eine zukun­ft­sori­en­tierte und nach­haltige Zusam­me­nar­beit auf europäis­ch­er und glob­aler Ebene erset­zt wer­den. In dieser Poli­tik muss sich der Gedanke der Klim­agerechtigkeit wider­spiegeln. Entschei­dun­gen, die zu Las­ten ärmer­er Regio­nen und kün­ftiger Gen­er­a­tio­nen getrof­fen wer­den, sind inakzeptabel.

Fri­days For Future Deutsch­land fordert die Regierun­gen auf Kom­mu­nal- Lan­des- und Bun­de­sebene auf, die Kli­makrise als solche zu benen­nen und sofor­tige Hand­lungsini­tia­tive auf allen Ebe­nen zu ergreifen. Noch haben wir die Chance und damit die Ver­ant­wor­tung, eine Kli­makatas­tro­phe abzuwen­den. Für den notwendi­gen Wan­del müssen sek­torüber­greifend grundle­gende Verän­derun­gen stat­tfind­en. Vor allem in den Sek­toren Energieerzeu­gung, Wohnen und Bauen, Indus­trie, Trans­port und Verkehr sowie Land­wirtschaft sind enorme Anstren­gun­gen nötig. Das wirtschaftliche Han­deln darf nicht weit­er­hin plan­etare Gren­zen überschreiten.

Forderungen sozial verträglich

Die Ver­wirk­lichung dieser Forderun­gen muss sozial verträglich gestal­tet wer­den und darf keines­falls ein­seit­ig zu Las­ten von Men­schen mit geringem Einkom­men gehen. Dies­bezüglich müssen die Regierun­gen entsprechende Konzepte vorlegen.

Der Staat muss sein­er Ver­ant­wor­tung gegen über der Umwelt und nach­fol­gen­den Gen­er­a­tio­nen im Sinne von Artikel 20a des Grundge­set­zes und der All­ge­meinen Erk­lärung der Men­schen­rechte gerecht werden.

1,5°C‑Ziel darf nicht verfehlt werden

Der Gruppe ist bewusst, dass diese Forderun­gen ambi­tion­iert sind, doch wenn wir jet­zt nicht entschlossen han­deln, wer­den wir das 1,5°C‑Ziel ver­fehlen. Die dadurch entste­hen­den Schä­den wer­den nicht repara­bel sein.

Wie erreichen wir eine Klimawende?

Um eine Wende zu erre­ichen, die von der Gesellschaft mit­ge­tra­gen wer­den kann, fordert Fri­days for Future absolute Trans­parenz und fak­ten­basierte Aufk­lärung für alle Bürger*innen. Alle getrof­fe­nen Maß­nah­men müssen unab­hängi­gen wis­senschaftlichen Kon­trollen unter­liegen, die ihre Wirk­samkeit beurteilen. Vor allem junge Men­schen müssen wegen ihrer beson­deren Betrof­fen­heit stärk­er in den demokratis­chen Prozess ein­be­zo­gen werden.

Es darf nicht die alleinige Auf­gabe der Jugend sein, Ver­ant­wor­tung für die Pri­or­isierung des Kli­maschutzes zu übernehmen. Da die Poli­tik diese kaum wahrn­immt, sehen wir uns gezwun­gen, weit­er zu streiken, bis gehan­delt wird!

Fri­days For Future Deutsch­land ist eine über­parteiliche Bewe­gung gle­ich­gesin­nter Klimaaktivist*innen und sol­i­darisieren uns mit allen, die sich friedlich für unsere Forderun­gen einsetzen.

Ich unter­stütze diese Ziele von ganzem Herzen!

Glück­auf,
Andreas Galatas

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